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Geschrieben von: Petra
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Sonntag, den 17. August 2008 um 20:47 Uhr |
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Aufbau des Junghundes im Agility.
Mit dem Agility-Training unserer Hunde beginnen wir erst ab dem 12. Monat. Es ist uns dabei bewußt, dass wir damit entgegen üblicher Ausbilder-Meinungen handeln. Wir haben aber damit nur sehr gute Erfahrungen gemacht.
Wir wollen mit unseren Hunden warten, bis das Wachstum weitgehend abgeschlossen ist, um Schäden am Knochenbau, sowie Sehnen und Gelenken zu vermeiden. Auch unliebsame Fehlverknüpfungen im Junghundealter mit den Agility-Geräten umgehen wir damit gezielt.
Da wir Deutsche Schäferhunde im Agility-Sport führen, muss uns klar sein, dass die Belastung des Körpers im Training allein aufgrund des Gewichts erheblich höher ist, als bei vielen anderen Hunden. Der Deutsche Schäferhund ist jedoch seit über 100 Jahren gezielt auf verschiedene, hauptsächlich körperlich anstrengende Arbeitsleistungen gezüchtet worden und ist damit zu erheblich höherer körperlicher Anstrengung in der Lage, als Hunde manch anderer Rasse. Für einen gesunden, gut konditionell trainierten Hund sollte daher der Agility-Sport keine Extrembelastung darstellen. Viele bis ins hohe Alter geführte Deutsche Schäferhunde haben diese Theorie bestätigt.
Einen sehr interessanten Artikel über die Belastung des Hundes im Agility hat Marco Mouwen veröffentlicht. Die Erkenntnisse daraus sollten wir im Training und auch im Wettkampf immer zum Wohle unseres Hundes im Kopf behalten. Weitere Verletzungsgefahren haben sich durch die zunehmende Geschwindigkeit, in Verbindung mit verschiedenen Geräten ergeben (Sacktunnel, Reifen, Mauer).
Bevor wir mit der Geräteausbildung und der Führtechnik des Hundes beginnen, lernt der Hund bereits einiges, was ihm später auch im Agility zugute kommen wird. Unsere Hunde sind vor Beginn der Geräteausbildung annähernd "fertig" für die Begleithunde-Prüfung. Dieser Grundkenntnisstand wird hin und wieder mit lockeren Übungen aufgefrischt und bleibt dem Hund im gesamten Hundeleben erhalten. Jeder unserer Hunde hätte ab dem Alter von 12 Monaten zu jeder Zeit eine Begleithundeprüfung ohne weiteres Üben bestehen können. Das schenkt dem Hund viele Freiheiten, auf die wir auch künftig nicht verzichten wollen.
Über Grundkommandos "Sitz", "Platz" und "Bleib" hinaus verfügen die Hunde im fortgeschrittenen Junghundalter bereits über sehr gute Fähigkeiten, ihren Körper sicher, gewandt und geschickt zu bewegen. Sie reagieren auf Triebmittel (Ball, Futter) sofort und haben eine gute Bindung zum Hundeführer aufgebaut.
Wie erreichen wir das? Das Prinzip ist "learning by doing". Der Junghund und Welpe lernt im Laufe des ersten Jahres viele Situationen kennen, mit denen er später auch konfrontiert wird. Aber bitte nicht alles auf ein Mal! |
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Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 20. Mai 2010 um 10:39 Uhr |
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Geschrieben von: Petra
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Mittwoch, den 20. August 2008 um 13:08 Uhr |
Anlernen der Agility-Geräte Mit dem jungen Hund, der wie zum Thema Junghundeausbildung beschrieben, schon geprägt ist, kann die Ausbildung an den Geräten nun beginnen. Generell achte ich darauf, Fehlerquellen, soweit vorhersehbar, zu vermeiden. Also zunächst möglichst wenig Ablenkung im Training. Vor Trainingsbeginn sollte der Hund sich nicht nur gelöst haben, sondern auch bereits etwas gespielt haben, damit er aufgewärmt an die Sache herangehen kann (Reduzierung des Verletzungsrisikos). Bitte nicht mit auspowern verwechseln! Die Geräte werden vom einfachen zum schwierigen erarbeitet. Es bietet sich für mich folgende Reihenfolge an: Sprünge, A Wand, Tunnel, Sacktunnel, Steg, Spezialsprünge (so bezeichne ich Mauer, Reifen und Bürstenhürde), Wippe, Slalom, später bei Bedarf auch noch Sonstiges. Unter Sonstiges ist beispielsweise der ausgemusterte Tisch zu finden. Es schadet dem Hund nicht, ihn zu beherrschen. Zum Motivieren und Belohnen ist dringend ein Leckerli und/oder ein Spielzeug zu verwenden. Schließlich hat der Hund gerade beim Anlernen noch keinen Spaß an den Geräten selbst gefunden. Um dem Hund besser Hilfestellung geben zu können, bietet es sich an, zunächst mit Halsband oder Geschirr zu üben. Eine Hilfsperson ist beim Anlernen der Geräte von Vorteil. Jedoch sollte ein Anfassen des Hundes sich auf die nötigsten Hilfestellungen beschränken. Alle Übungen werden rechts- und linksgeführt gleich oft trainiert. Das bedeutet, dass der Hund sich ebenso oft rechts, wie auch links vom Hundeführer befindet. Sollte sich zeigen, dass der Hund eine bevorzugte Seite hat, muss bereits beim Anlernen der Geräte häufiger die ungeliebte Seite geübt und entsprechend belohnt werden. Wichtig: Jede Übung und jeder noch so kleine Fortschritt lobt der Hundeführer verbal und mit einem folgenden Spiel (oder Leckerli) überschwenglich. Das ist selbstverständlich und wird von mir in den weiteren Ausführungen nicht gesondert erwähnt. |
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Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 28. Januar 2009 um 19:41 Uhr |
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Geschrieben von: Petra
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Mittwoch, den 20. August 2008 um 13:11 Uhr |
Sprünge Sprünge kommen in jedem Agility- und Jumpingparcours am häufigsten vor. Ein guter Grund, sich mit dem Aufbau die Zeit zu nehmen, die das Team braucht, um diese Geräte sicher zu bewältigen. Zunächst machen wir den Hund mit den Stangen vertraut. Hierbei liegen Stangen (mit unterschiedlichen Farben) kreuz und quer auf dem Boden und werden von dem Hundeführer mit angeleintem Hund überstiegen. Zum nächsten Schritt kann es gehen, wenn der Hund die Stangen aus eigenem Antrieb übersteigt und nicht einfach drauf trampelt. Als nächstes werden die Stangen in unregelmässigen Abständen in eine Reihe gelegt und ebenfalls vom Hundeführer mit angeleintem Hund überstiegen. Bei dieser Übung zeigen Hunde, die die vorige Übung gut gelernt haben, bereits von sich aus einen Sprung-Ansatz. Als nächstes kommen die Ausleger der Sprünge hinzu. Wir legen zusätzlich die Stangen zwischen die Ausleger auf den Boden. Auch das üben die Hundeführer noch gemeinsam mit ihrem Hund. Bei Bedarf oder zum späteren Verwenden an den "Spezialsprüngen" kann nun das Kommando "Hopp" oder ähnlich mit geübt werden. Ab nun werden die Stangen in den folgenden Übungen immer ein wenig höher gelegt, bis die der Startklasse angemessene Sprunghöhe erreicht ist. Dann werden die Stangen in unregelmässiger Abfolge in unterschiedliche Höhen gelegt. Im nächsten Schritt wird der Hund abgeleint mittig vor einen Sprung gesetzt und der Hundeführer steigt über die Stange und ruft anschließend den Hund ab. Wenn das zuverlässig klappt, kann der Hundeführer sich beim Entfernen vom Hund auch um den Ausleger herum bewegen und ihn dann abrufen. Nun kommt ein zweiter Sprung in gerader Reihe hinzu. Der Hund wird vom Hundeführer zwischen beiden Sprüngen abgerufen und über den zweiten Sprung geschickt. Mit diesen beiden Sprüngen wird nun ein wenig variiert. Es wird geschickt, abgerufen, zwischendurch der Hund zum Hundeführer gerufen, in achten durchgelaufen und immer mehr auch die Sprunghöhe erhöht. |
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Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 28. Januar 2009 um 19:41 Uhr |
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Geschrieben von: Petra
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Mittwoch, den 01. Oktober 2008 um 09:31 Uhr |
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Was ist Agility? Agility fasziniert - es macht nicht nur Spaß, sondern regelrecht süchtig. Auf den Turnieren kann bereits ein Zuschauer einen Hauch der Spannung spüren, die in der Luft liegt. Man fiebert mit und ist genau wie der Hundeführer enttäuscht, wenn das Team just im falschen Moment den Kontakt zueinander verloren hat.Das sportlich flotte Spiel über die Hindernisse verlangt nicht nur Konzentration und Gehorsam vom Hund, sondern auch ein wenig Fitness vom Mensch. Der Hund lernt auf kleinste Signale der Körpersprache zu reagieren und sich gewandt und geschickt zu bewegen. Er empfindet beim gemeinsamen Tun mit seinem Menschen viel Spaß. Diese Freude beim Hund zu beobachten lässt jedem Hundefreund das Herz vor Freude mit springen. Auch der Mensch lernt, die Signale seines Hundes zu erkennen. Die Kürze der Reaktionszeiten zwischen zwei Hindernissen zeigen, ob das Team aufeinander eingespielt ist. Toll ist, dass fast jeder Hund, ob groß oder klein, ob Mischling oder Rassehund Agility betreiben kann - sofern er körperlich gesund ist. An den Geräten wird der Hund mental immer wieder neu gefordert - die Reihenfolge der Geräte ist nie gleich oder eintönig, es gibt immer neue Aufgaben zu bewältigen. Kein Wunder, dass der Erfolg dabei zusammen schweißt. Der Spaß fängt bereits bei den ersten Trainingseinheiten an, wo man sich schnell über kleine Fortschritte freuen kann. Später, im Wettkampf kommt noch die Freude über einen gelungenen Lauf hinzu. |
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Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 28. Januar 2009 um 15:48 Uhr |
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